Demonstration mit Masken

Knapp 1000 Schülerinnen und Schüler sowie Eltern säumten gestern den Eingang der Geschwister-Scholl-Gesamtschuee, als der Schulausschuss die mit PCB belasteten Räume besichtigte. Auf Transparenten wurde immer wieder vor den Gefahren der Chemikalie gewarnt. Bei der Begehung war auch das Schulamt und der RWTÜVanwesend. -Zuvor waren ZDF und RTL in der Schule, um über den Kampf der Eltern für eine zügige Sanierung zu berichten.

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Schülerin Kristiane de Greiff mit Jerome Lohrbach, Sarah Lüde und ZDF-Redakteurin Andrea Thönißen. Sendung: heute 17.30 Uhr.

 

 

PCB: Schüler und Eltern löcherten mit Fragen

Ausschuss in der Schule - Viele unzufrieden
"Würden Sie in diesen Räumen freiwillig arbeiten?" "Wie stellen Sie sicher, dass wir hier keinen Krebs bekommen?" - Immer wieder griffen Eltern und Schüler zum Mikrophon, um den Schulausschuss mit Fragen zu bombardieren. Dieser hatte die Mensa der Geschwister-Scholl-Gesamtschule als . Tagungsort gewählt, weil man sich vor Ort über die PCB-belastete Schule unterhalten wollte.
Die Stadtverwaltung fand dabei nicht immer den richtigen Ton, und auch der TÜV-Experte (erstellt Sanierungskonzept) konnte sich nur schwer verständlich machen. Das lag weniger an der Akustik (immerhin war die Mensa proppenvoll), als vielmehr an der bürokratischen und viel zu technischen Ausdrucksweise. Zumal auch der Ausschussvorsitzende Eltern und Schülern nicht deutlich machen konnte, welche Aufgaben dieses Gremium eigentlich hat - nämlich die Stadtverwaltung mit Aufträgen zu versehen.
Dies geschah schließlich in der weiteren Sitzung. Auf Antrag der FDP-Fraktion war man sich einig, dass nun zügig saniert werden müsse. Ein Begleitkreis wird die Maßnahmen mit abstimmen. Und die anderen Fraktionen betonten deutlich, dass auch ihnen das Wohl der Kinder am Herzen liege.
Was jedoch die Auswechslung der (maroden) Fenster angeht, da verwies CDU-Ratherr Manfred Gramse auf die Finanzlage. "Wir haben kein Geld, um alles auf einmal auszuwechseln." Mark Rosendahl meinte für die SPD: "Wir können nur Sanierungen beschließen, die PCB als Ursache haben." Wie es hieß, soll die Sanierung im Sommer 2001 abgeschlossen sein. Das Gesundheitsamt wies darauf hin, dass die Giftigkeit von PCB im niedrigen Bereich nicht erwiesen sei.
Ein anderer Beamte betonte, dass andere Bundesländer weitaus höhere PCB-Konzentrationen in Räumen zuließe, NRW sei da besonders streng.
Anja Birk sagte als Lehrerin der Schule: "Die Krankheitsrate im Kollegium steigt stetig. Wir halten die Belastung nicht länger aus. Die Schule bedarf gründlicher Sanierung."
Schulleiter Dr. Mielke wehrte sich gegen die Darstellung der CDU, dass er PCB-Informationen seitens der Stadtverwaltung nicht weitergegeben habe." Von mir haben die Eltern alles sofort bekommen. Das kann ich Lückenlos nachweisen."

M.L.

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Fast die gesamte Schule war gestern Nachmittag auf den Beinen.

Fotos: Peter Oelker